Metadaten-Styles und -standards

Ein Metadaten-Style konfiguriert ArcGIS, um die gewünschten Metadaten zu erstellen. Wenn Sie einen Metadaten-Style auswählen, entspricht das dem Anwenden eines Filters auf die Metadaten eines Elements. Der Style steuert, wie die Metadaten angezeigt werden und welche Seiten zum Bearbeiten von Metadaten auf der Beschreibung angezeigt werden. Ein Metadaten-Style kann so entworfen sein, dass er einen Metadatenstandard oder ein Profil unterstützt. In diesem Fall legt der Style fest, wie Metadaten exportiert und für diesen Standard oder dieses Profil überprüft werden.

Der standardmäßig verwendete Metadata-Style "Elementbeschreibung"

Der standardmäßige Metadaten-Style Elementbeschreibung ermöglicht das Anzeigen und Bearbeiten einer einfachen Gruppe von Metadateneigenschaften für ein Element. Beim Bearbeiten von Metadaten mit diesem Style ist nur eine Seite mit Informationen verfügbar. Dieser Style soll die Bereitstellung von Informationen erleichtern, die von ArcGIS verwendet werden. Er ist indiziert und für Suchen verfügbar. Außerdem kann er mit dem Element auf der Website ArcGIS Online veröffentlicht werden. Der Metadaten-Style Elementbeschreibung ist einfach und effektiv und für jeden geeignet, der keine bestimmten Metadatenstandards einhalten muss.

Bearbeiten der Beschreibung eines Elements

Einige Inhalte auf dieser Seite sind für alle Elemente, einschließlich Titel, Miniaturansicht, Beschreibung und Tags, gleich. Die anderen Inhalte auf der Seite Elementbeschreibung sind spezifisch für einen Elementtyp. Die Beschreibung eines Werkzeugs enthält z. B. Informationen zu den Parametern und kann außerdem Beispielcode enthalten.

Der auf der Seite Elementbeschreibung verfügbare Inhalt für Karten-, Globe- und Szenendokumente sowie für Layer-Dateien kann sowohl im jeweiligen Dialogfeld Eigenschaften als auch auf der Beschreibung bearbeitet werden. Im Dialogfeld Eigenschaften bereitgestellte Informationen sind Teil der Metadaten des Elements.

Zeigen Sie die Beschreibung eines Kartenelements im zugehörigen Eigenschaftendialogfeld an, und bearbeiten Sie sie.

Andere Metadaten-Styles

Wenn Sie mehr Informationen bereitstellen möchten als auf der Seite Elementbeschreibung verfügbar sind, oder wenn Sie Metadaten erstellen müssen, die einer Metadatennorm entsprechen, wählen Sie einen anderen Metadaten-Style aus. Alle Styles außer dem Standard bieten Zugriff auf die vollständigen ArcGIS-Metadaten eines Elements.

In der aktuellen Version von ArcGIS for Desktop werden mehrere Metadaten-Styles bereitgestellt, die unterschiedliche Metadatenstandards unterstützen:

Alle Metadaten-Styles außer dem Standard sind ähnlich. Sie verwenden das gleiche XSLT-Stylesheet für die Anzeige, um sicherzustellen, dass Sie den gesamten verfügbaren Inhalt sehen können. Die gleiche einfache Beschreibung wird am oberen Rand der Seite angezeigt, gefolgt von den Abschnitten, die Ihnen Zugriff auf die restlichen Informationen gewähren. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Bearbeiten" klicken, werden mehrere Seiten im Inhaltsverzeichnis des Editors angezeigt, mit denen Sie den vollständigen Metadateninhalt für das Element bereitstellen können. Die Seite Elementbeschreibung ist für alle Styles vorhanden.

Sie können die vollständigen Metadaten eines Elements bearbeiten, indem Sie einen entsprechenden Metadaten-Style auswählen.

Andere Features sind für jeden Metadaten-Style anders. Einige Styles können weitere Seiten enthalten, mit denen Sie Inhalt bereitstellen können, der nur für diesen Style geeignet ist. Der Style INSPIRE schließt z. B. eine Gebietsschemaseite ein, mit der Sie den Titel und die Beschreibung in mehreren Sprachen bereitstellen können. Einige der freigegebenen Seiten werden für andere Styles möglicherweise etwas anders verwendet. Mit dem Style "North American Profile" kann beispielsweise eine Landeskennzahl zusammen mit einem Sprachcode bereitgestellt werden, um z. B. die französische Sprache als kanadisches Französisch zu identifizieren.

Metadatenstandards und Profile

Ein Metadatenstandard ist ein Dokument, das den Inhalt identifiziert, der bereitgestellt werden sollte, um räumliche Ressourcen, z. B. Karten, Karten-Services, Vektordaten, Bilddaten und sogar nicht räumliche Ressourcen, wie z. B. Tabellen und Werkzeuge, die relevant für räumliche Aufgaben sind, zu beschreiben. Ein Metadatenstandard kann auch ein XML-Schema umfassen, in dem das Format beschrieben wird, in dem der Inhalt gespeichert werden muss. In der Regel wird ein XML-Standardformat mit einem XML-Schema oder mit einer Document Type Definition (DTD) definiert. Standards (Normen) werden in der Regel von nationalen oder internationalen Normungsorganisationen ratifiziert.

Viele räumliche Metadatenstandards werden von ISO-Ausschüssen entwickelt, darunter ISO 19115Geographic information — Metadata und ISO 19119 Geographic information — Services (Inhaltsstandards). Im Gegensatz dazu stellt ISO 19139 Geographic information — Metadata — XML schema implementation einen Satz von XML-Schemas bereit, die das XML-Format definieren, in dem ISO 19115- und ISO 19119-Metadateninhalt gespeichert werden soll.

Das Federal Geographic Data Committee (FGDC) hat den Content Standard for Digital Geospatial Metadata (CSDGM) entwickelt, der in den Vereinigten Staaten seit vielen Jahren verwendet wird; er wird auch als FGDC-Metadatenstandard bezeichnet. Das ist ein anderes Beispiel für einen Inhaltsstandard. Neben dem anerkannten Format, in dem Inhalt im XML-Format gespeichert werden soll, werden auch einige andere Dateiformate verwendet, um die Informationen bereitzustellen.

Ein Metadatenprofil ist ein Dokument, mit dem ein Metadatenstandard geändert wird. Mit einem Profil kann die Gesamtanzahl der durch einen Standard definierten Metadatenelemente reduziert werden. Des Weiteren können mit einem Profil optionale Metadatenelemente als obligatorisch festgelegt werden. Obligatorische Elemente können jedoch nicht als optional festgelegt werden. Außerdem können mit einem Profil die in einem Metadatenelement zulässigen Werte zusätzlich eingeschränkt werden. Metadatenprofile können von Normungsgremien, Organisationen und Behörden anstelle eines Metadatenstandards eingesetzt werden. Ein Beispiel für ein Metadatenprofil ist das North American Profile of ISO 19115:2003 – Geographic information – Metadata, das von den USA und Kanada gemeinsam entwickelt wurde und dort eingesetzt wird.

Wenn Sie planen, Metadaten zu erstellen, für die ein Standard oder ein Profil gilt, sollten Sie sich stets eine Kopie des Standard- oder Profildokuments beschaffen. Für ISO-Normen müssen Sie das Dokument von der ISO oder von der an die ISO angegliederten nationalen Organisation (z. B. DIN in Deutschland) erwerben. Profile müssen von den Organisationen zur Verfügung gestellt werden, die sie erstellt haben.

Ein Metadatenkatalog ist eine Sammlung von Metadaten, die Elemente beschreiben, die aus einer Vielfalt von Quellen stammen. Metadatenkataloge erfordern in der Regel, dass Metadaten einem Standard oder einem Profil entsprechen, da standardisierte Informationen es Personen aus anderen Communitys, Industrien und Ländern erleichtern, Informationen auszutauschen und einander zu verstehen. Für Metadatenkataloge können auch zusätzliche Informationen empfohlen oder gefordert werden, die gemäß einem Metadatenstandard oder -profil nicht obligatorisch sind, um erweiterte Suchfunktionen zu unterstützen, wie beispielsweise die Suche nach geographischen Positionen und Zeitrahmen, nach unterschiedlichen Ressourcenkategorien oder nach der Organisation, von der die Ressource bereitgestellt wurde. Diese Suchoptionen funktionieren nur, wenn die Informationen, auf die sie sich beziehen, in den Metadaten vorhanden sind. Wenn Sie planen, Metadaten in einem Metadatenkatalog zu veröffentlichen, stellen Sie bei der Bearbeitung der Metadaten sicher, dass neben den Anforderungen des Inhaltsstandards oder -profils auch die Anforderungen des Katalogs erfüllt werden.

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9/11/2013